Nach meinem Kurzaufenthalt in der Schweiz flogen Isabel und ich vor Weihnachten wieder nach Las Palmas, um dort die Festtage und den Jahreswechsel zu verbringen und die Insel zu erkunden.
Den Anfang machte Las Palmas wo wir neben der Altstadt die Playa de las Canteras, einer der beliebtesten Strände besuchten. Hier entdecken wir beeindruckende, jedoch vergängliche, Sandkunst: verschiedene Künstler hatten Weihnachtsmotive mit dem Sand gebaut.





Die Dünen von Maspalomas gehören zu den bekanntesten Naturwundern von Gran Canaria und sind eines der Wahrzeichen der Insel. Dieses Naturschutzgebiet liegt im Süden von Gran Canaria und erinnert an eine kleine Wüste im Atlantik. Die Grösse beträgt ca. 400 Hektar. Die Wanderdünen, welche ständig in Bewegung sind, bestehen aus zerriebenen Muscheln und Korallen. Der Sand wurde über Jahrtausende durch Meeresströmungen und Wind nach Maspalomas transportiert.



Im Parque Rural del Nublo, im zentralen Hochland der Insel, befindet sich der kanarische Kiefernwald. Die Gegend besticht durch tiefe Schluchten und steile Felswände. Vom Pico de las Nieves genossen wir einen atemberaubenden Rundblick, zum Roque Nublo, zum Atlantik mit Sicht nach Teneriffa und dem Teide. Der Pico de las Nieves ist mit 1949m die höchste Erhebung der Insel.





Weitere Ausflüge nach Puerto Rico, Puerto Mogán oder Maspalomas führten uns in eher touristische Zentren, mit entsprechendem Volk, und hohen Preisen bei überschaubarer Qualität. 1991 war ich zum letzten Mal in Playa del Inglés, auf Diplomreise nach dem Abschluss des Studiums. Wo damals der Bär tanzte ist heute komplett tote Hose. Es hat sich einiges verändert seit damals, ist ja auch lange her.



Die Landschaft um die Punta Sardina ist wild und ursprünglich. Der Faro de Sardina ist der markante Leuchtturm im Nordwesten von Gran Canaria, steht auf der felsigen Landzunge und warnt die Schifffahrt vor der rauen Nordküste der Insel. Die Umgebung mit den vulkanischen Felsen, der offenen Atlantikküste und den schäumenden Brechern ist eindrücklich.






Noch vor meiner Abreise in die Schweiz hatte ich bei Rosa Rodriguez eine neue UV Abdeckung für das Dinghy RAFINE bestellt. Wetterbedingt gingen die Arbeiten etwas länger, auch weil noch die teilweise losen Aufsätze neu verklebt werden mussten. Aber am Silvester war es soweit, und RAFINE wurde mit dem neuen, markant roten, UV Schutz angeliefert.





Den Silvester Abend begingen wir in der Sailor’s Bay Bar, welche ein reichhaltiges und ziemlich üppiges Menu servierte. Schnell war es Mitternacht, eine Stunde später als in der Schweiz, und das neue Jahr wurde mit Schampus und einigem Feuerwerk gehörig begrüsst.
Im neuen Jahr galt es noch ein wichtiges Projekt in Angriff zu nehmen: nämlich die Verewigung der kommenden Atlantik Überquerung auf der Hafenmole von Las Palmas. Viele Crews haben da – meist ziemlich kreativ – einen der vielen Molensteine bemalt oder besprayt, mit Logo, Jahr, Namen etc. der Yacht und der Crew. Und so haben wir uns auch etwas kreativ betätigt. Mit viel Elan und noch mehr Farbe gingen wir an die Arbeit. Der Künstler hatte und gab sich Mühe, S/Y AVENTURA im Vergleich zu den Werken der anderen Yachten möglichst konkurrenzfähig darzustellen. Der geneigte Leser beurteile selbst.







Bald ging die schöne Zeit in Gran Canaria zu Ende, und Isabel musste wieder in die winterlich kalte Schweiz zurück reisen. Der Abschied fiel schwer, aber das nächste Wiedersehen in der Karibik ist ja nicht allzu weit – nur eine Atlantiküberquerung – entfernt.
Eine Antwort auf „Gran Canaria“
Die Molenstein-Bemalung ist wirklich cool !
Das bedeutet auch, dass der grosse Sprung näher rückt. Alles beste Rolli !